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Was am häufigsten in Hotels geklaut wird

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Was am häufigsten in Hotels geklaut wird

Was am häufigsten in Hotels geklaut wird

Handtücher, Kosmetikprodukte, Bademäntel oder doch Spirituosen aus der Minibar? Gelegentlich stecken Hotelgäste, aus Versehen natürlich, das ein oder andere Utensil ein. Wir wollten wissen, was am häufigsten nach dem Check-Out fehlt und haben uns auf Spurensuche begeben.

Klare Nummer 1: Getränke aus der Minibar

“Wir haben in jedem Zimmer unseres Hauses eine Minibar, die hauptsächlich mit Bier, Wein und Sekt befüllt ist”, sagt Karla F. (Name geändert), Rezeptionistin in einem 4-Sterne Hotel in Oberbayern. “Alle zwei bis drei Tage fehlen Flaschen, die von den Gästen angeblich nicht getrunken wurden”, berichtet Karla weiter. Auf die Frage, was in einem solchen Fall passiert, antwortet die Rezeptionsdame: “Wenn wir es nicht sofort beweisen können, bleibt uns nichts anderes übrig, als dem Gast Glauben zu schenken.”

Wasserkaraffen und Gläser

Am zweithäufigsten werden Wasserkaraffen und Gläser entwendet. “Auf jedem Zimmer steht eine hochwertige Glaskaraffe, in der sich renaturiertes Wasser befindet. Am Ende ist aber nicht nur das Wasser weg, auch die Karaffe ist nach dem Check-Out der Gäste häufig spurlos verschwunden”, erzählt man uns. Auch hier steht anschließend Aussage gegen Aussage, weshalb die diebischen Gäste mit ihrer Aktion in der Regel ungestraft davonkommen.

Bademäntel: der Klassiker

Ähnlich häufig fehlen die Bademäntel, in denen der Hotelname eingestickt ist, weiß die 4-Sterne Rezeptionistin zu berichten. Da man die Bademäntel nicht käuflich erwerben kann, auch nicht vor Ort im Hotel, bedienen sich viele Gäste einfach so.

Schaden in Millionenhöhe

Der Hotelverband Deutschland (IHA) schätzt den jährlichen Schaden, der den Hotelbetreibern durch solche Diebstähle entsteht, auf mehrere Millionen Euro Höhe. Nicht einmal vor Pflanzen, Wandgemälden oder Fernsehern schrecken manche Gäste zurück, wenn auch hier die Chance erwischt zu werden sehr hoch ist und aufgrund des Sachwertes ernsthaft ermittelt wird. “Ein Grenzfall sind Wasserkocher und Körperwaagen”, sagt die 29-jährige Rezeptionistin. Nur selten würde man in diesem Fall selbst Ermittlungen aufnehmen oder gar die Polizei benachrichtigen. Auf das gesamte Jahr gerechnet kommt so zwar einiges zusammen, doch der finanzielle Schaden einer einzelnen Tat ist meistens zu gering, um wirklich etwas zu unternehmen. Bleibt nur, an die Ehrlichkeit der Gäste zu appellieren, die sicher nicht wollen, dass man den finanziellen Schaden langfristig in die Zimmerpreise mit einkalkuliert.

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