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Die größten Sperma-Mythen im Check

Ratgeber

Die größten Sperma-Mythen im Check

Die größten Sperma-Mythen im Check

Wer schwanger werden will, kommt um Sperma nicht herum. Und auch wenn der Kinderwunsch nicht präsent ist, sondern der gemeinsame Spaß im Bett (oder anderenorts) im Vordergrund steht, spielt die Samenflüssigkeit eine entscheidende Rolle. Allerdings ranken sich viele Halbwahrheiten um das Thema. Die häufigsten Sperma-Mythen haben wir uns mal genauer angesehen.

Mythos #1: Sperma ist Eiweiß pur!

Stimmt nicht! Zum größten Teil (95 Prozent) besteht Sperma aus Wasser. Salz und Protein teilen sich die restlichen 5 Prozent.

Mythos #2: Sperma wirkt bei Frauen antidepressiv!

Absolut! Das männliche Ejakulat enthält zahlreiche Hormone wie Noradrenalin, Tyrosin und Dopamin. Außerdem stecken die Bindungshormone Oxytocin (spielt vor allem in der Schwangerschaft eine entscheidende Rolle) und Vasopressin sowie diverse Östrogene und Pheromone in der Samenflüssigkeit. Die antidepressive Wirkung von Sperma kommt vor allem durch Dopamin, Oxytocin und Noradrenalin zustande.

Mythos #3: Sperma kann an der Luft überleben!

Stimmt! Spermien können an der frischen Luft bis zu mehreren Stunden überleben, weil die Samenflüssigkeit die Spermien schützend umgibt. Wird das Sperma allerdings abgewischt oder auch nur leicht verrieben, sterben die kleinen Schwimmer im Sperma sofort ab. Übrigens: Im Badewasser sterben Spermien ebenfalls sofort ab.

Mythos #4: Mehr Sperma = höhere Chancen auf Schwangerschaft!

Falsch! Entscheidend für den Beginn einer Schwangerschaft sind die Qualität und Spermienanzahl im Ejakulat. Die reine Spermamenge hat darauf keinerlei Einfluss.

Mythos #5: Sperma bestimmt das Geschlecht eines Kindes!

Vollkommen richtig! Weil die weiblichen Eizellen lediglich x-Chromosomen in sich tragen, das Sperma des Mannes zusätzlich aber auch y-Chromosomen, kann man sagen, dass Sperma das Geschlecht eines Babys bestimmt. Bei der Frage, ob es ein Junge wird (xy) oder ein Mädchen (xx), kommt es darauf an, welches Spermium des Mannes (x oder y) sich seinen Weg zur Eizelle bahnt.

Mythos #6: Sperma ist gesund!

Stimmt tatsächlich! Sperma enthält nicht nur verschiedenste Hormone, sondern auch Vitamine, Elektrolyte und den Stoff Spermidin. Vor allem letzterer macht Sperma gesund. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass Spermidin geschädigte Körperzellen von innen heraus repariert und den Alterungsprozess verlangsamen kann. Außerdem ist der Stoff ebenfalls an der antidepressiven Wirkung des Ejakulats beteiligt.

Mythos #7: Sperma lässt sich einfrieren und auftauen!

Tatsächlich kann man Sperma einfrieren, auftauen und danach noch “verwenden”, um schwanger zu werden. In der privaten Gefriertruhe wird das allerdings nichts! Bei der sogenannten Kryokonservierung von Sperma wird das männliche Ejakulat mit Stickstoff sehr schnell sehr weit heruntergekühlt (auf -196° C). Das Verfahren wird von Samen- bzw. Kryobanken und Fachkliniken durchgeführt.

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