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So gesund ist regelmäßiges Fahrradfahren

Gesundheit

So gesund ist regelmäßiges Fahrradfahren

Wer sich regelmäßig auf den Sattel schwingt, der profitiert von gleich mehreren positiven  Auswirkungen auf die Gesundheit. So berichtet beispielsweise das Ärzteblatt in einem Bericht aus dem Jahr 2017, dass die Sterblichkeit von Menschen, die regelmäßig mit dem Fahrrad fahren, um bis zu 40 Prozent niedriger liegt als bei Nicht-Radlern. Das Fachblatt bezieht sich dabei auf eine britische Studie mit 263.540 Teilnehmern.

7 gute Gründe, öfter mal aufs Rad umzusteigen

Auch beim Radfahren gilt: Die Dosis macht das Gift! Wenn wir hier vom gesunden Radeln sprechen, meinen wir moderates, leicht sportives Fahrradfahren. Extremsport ist in den wenigsten Fällen der Gesundheit zuträglich und hat nicht selten entgegengesetzte Effekte auf unseren Körper. Häufiger und extremer Ausdauersport schadet dem Herzen und kann sogar lebensgefährlich sein (Quelle: Spiegel Online). Wer jedoch häufig mit dem Rad zur Arbeit fährt (nass geschwitzt will man dort schließlich nicht ankommen) und die Wochenenden gerne mit entspannten Radtouren verbringt, der profitiert auf ganzer Linie.

1) Fahrradfahren trainiert Herz & Kreislauf

Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht von einem bis zu 50 Prozent verringertem Herzinfarkt Risiko durch regelmäßiges, moderates Radfahrern. Wer fünfmal die Woche für mindestens eine halbe Stunde mit gemäßigtem Tempo durch die Gegend radelt, entlastet sein Herz und fördert die Durchblutung des gesamten Körpers. So sinkt nicht nur der Blutdruck, sondern auch das Risiko, eine Gefäßverengung zu erleiden. Außerdem wird durch den moderaten Sport verstärkt “gutes” HDL-Cholesterin gebildet. Das als gefährlich geltende LDL-Cholesterin wird hingegen abgebaut.

Tipp: Um zu überprüfen, ob Du es übertreibst, kannst Du beispielsweise auf einen Fahrradcomputer zurückgreifen, mit dem Du die Herzfrequenz im Auge behältst. Test- und Vergleichsseiten wie Hobbeasy helfen Dir dabei, das passende Produkt zu finden.

2) Radfahren macht glücklich

Bereits nach einer halben Stunde Radfahren schüttet der Körper jede Menge Glückshormone wie Endorphine und Serotonin aus. Besonders glücklich machen natürlich Radtouren durch schöne Naturlandschaften bei strahlendem Sonnenschein. So kann sich der Geist wunderbar entspannen und negative Gedanken verfliegen im Nu. Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass gemäßigter Ausdauersport wie Radfahren sogar bei ernsthaften Depressionen und Angstzuständen positive Effekte aufweist.

3) Radfahren hilft bei der Krebsprophylaxe

Eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg ergab, dass gemäßigtes Radfahren von mehr als drei Stunden wöchentlich das Brustkrebsrisiko von Frauen um bis zu 34% senken konnte. Die Forscher vermuten, dass der Grund in dem durch den Ausdauersport gestärkten Immunsystem liegt.

4) Radeln macht schlank und stärkt die Muskeln

Haben wir das 30. Lebensjahr erreicht, fängt unsere Muskulatur langsam an zu schrumpfen und verwandelt sich stattdessen in Fett. Moderater Sport wie Fahrradfahren trainiert die gesamte Körpermuskulatur und kann dieser Entwicklung entgegenwirken. Lässt Du also öfter mal das Auto stehen und nimmst stattdessen das Rad, kannst Du Dir teure Fitnessstudioverträge sparen.

5) Fahrradfahren schützt vor Arthrose

Wer im Büro arbeitet und auch nach Feierabend eher der Kategorie Couch-Potato zuzuordnen ist, der lebt gefährlich. Nicht nur das Herz-Kreislaufsystem, sondern auch unsere Gelenke brauchen Bewegung. Der Vorteil von Radfahren gegenüber anderen Sportarten ist der Bewegungsablauf. Durch die kreisförmige Beinbewegung werden die Gelenkknorpel mit ausreichend Sauerstoff versorgt, Arthrose wird somit wirksam vorgebeugt. Auch die restlichen Gelenke werden entlastet, da der Fahrradsattel bis zu 80 Prozent des Körpergewichts trägt. Beim Joggen lastet das gesamte Gewicht hingegen auf den Kniegelenken.

6) Radfahren ist gut für die Lunge

Du leidest an chronischer Bronchitis? Dann ab aufs Rad mit Dir! Wer regelmäßig Rad fährt, der stärkt nicht nur sein Immunsystem, sondern auch die Atemmuskulatur, indem die Lunge gleichmäßig mit jeder Menge frischem Sauerstoff gefüllt wird. Um den bestmöglichen Effekt zu erzielen, empfehlen Ärzte dreimal pro Woche (oder öfter) für mindestens 30 Minuten aufs Rad zu steigen. Optimalerweise führt Dich die Tour durch Felder und Wälder, nicht entlang einer viel befahrenen Hauptstraße an der Du nichts anders außer Abgase einatmest.

7) Radeln hält den Rücken gesund

Nicht nur Schreibtischtäter leiden unter chronischen Rückenschmerzen, die durch Fehlhaltungen und zu wenig Bewegung verursacht werden. Mittlerweile hat über die Hälfte der Deutschen mit häufig auftretenden Rückenleiden zu kämpfen. Die Folge: Selbstmedikation mit Ibuprofen und anderen Schmerzmitteln. Dabei kann regelmäßiges Fahrradfahren auch ohne Medikamente Abhilfe schaffen, denn das gleichmäßige in die Pedale treten fördert z.B. den Stoffwechsel der Bandscheibe. Schmerzhafte Verspannungen entstehen bei regelmäßigem Radfahren erst gar nicht mehr.

Radfahren auch im Alter gut

Insbesondere bei älteren Menschen ist die Beweglichkeit und Reaktionsfähigkeit nicht mehr so stark ausgeprägt. Neben den oben genannten gesundheitlichen Effekten hilft Fahrradfahren auch, Koordination und Gleichgewichtssinn zu verbessern.

Wichtig: Auch wenn es in Deutschland keine Helmpflicht für Fahrradfahrer/innen gibt, empfehlen wir Dir, stets einen Helm zu tragen. Vor allem bei längeren Radtouren in teils unwegsamem Gelände solltest Du auf Nummer sicher gehen und Deinen Kopf schützen.

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