Sind Pornoseiten eigentlich legal?

Pornoseiten sind die Klick-Magneten schlechthin im Netz. Egal ob Mann oder Frau: Singles tun es, Verheiratete tun es und obwohl ausdrücklich auf den Seiten erwähnt wird, dass nur Volljährige über 18 die Seite besuchen dürfen, schauen sich selbstverständlich auch Jugendliche Pornos im Netz an. Was damals die Schmuddelheftchen unter der Bettdecke oder die neuesten Filmchen von Gina Wild waren, sind heute schließlich die aktuellen Clips der neuen Stars am deutschen und internationalen Pornohimmel. Aber sind all diese Seiten eigentlich legal?

Pornoseiten: Sind sie alle legal?

Die Big Player im Porno-Business

Daten des Marktforschers SimilarWeb zufolge ist der Anbieter XVideos mit 640 Millionen Besuchen im Monat die beliebteste Pornoseite der Welt. Im Vergleich mit allen Internetangeboten der gesamten Welt belegt die Seite Platz 19. Dicht auf den Fersen ist XVideos ist XHamster mit rund 533 Millionen Besuchern pro Monat. Aus Deutschland stammen immerhin 7 Prozent des gesamten Traffics – nur die USA generiert mit 32 Prozent noch mehr Besucher auf der Pornoseite. Platz 3 im Ranking der größten Pornoseiten im Netz belegt Pornhub mit etwa 458 Millionen Besucher. Redtube und das vom Deutschen Fabian Thylmann gegründete YouPorn rangieren auf den Plätzen sechs und sieben.

12,5 Prozent des gesamten Internet-Traffics in Deutschland entfallen auf Pornoseiten. Damit ist Deutschland absoluter Spitzenreiter und das Pornoland Nr 1. Der weltweite Durchschnitt liegt bei gerade einmal 7,7 Prozent.

Sex im Netz: mehr als Pornos

Immer mehr im Kommen sind aber auch andere Angebote, die sich von klassischen Pornoseiten unterscheiden. Statt in der Nacht Werbung für Telefonsex-Hotlines “ausgesetzt zu sein”, sieht man zum Beispiel immer häufiger Werbung für Seiten wie LiveStrip über den Bildschirm bekannter deutscher Sportsender flimmern. Ähnlich wie bei der guten alten Peepshow kann man sich dort Profis und Amateure vor der Cam anschauen und natürlich mit den Webcam-Models interagieren. Bezahlt wird mit digitalen Coins oder Gutscheinen, die z. B. auf Seiten wie https://www.livestrip-gutscheine.net angeboten werden. Ebenfalls beliebt: MyDirtyHobby, eine Amateur-Community mit Fokus auf Bilder, Videos und Cams.

20 Prozent der befragten Männer gaben in einer Umfrage an, auch im Büro Pornos zu schauen. Bei den Frauen waren es immerhin 13 Prozent.

Legal oder nicht?

Um es auf den Punkt zu bringen: Bei den bekannten internationalen Pornoseiten handelt es sich um legale Seiten, bei denen in der Regel keine Urheberrechtsverletzungen vorliegen, welche die Legalität einschränken könnten. Das Anschauen der Videos stellt also keine Straftat dar. Selbst Minderjährige bekommen in den seltensten Fällen Probleme, wenn sie sich sexuelle Inhalte im Netz anschauen, die eigentlich nur für Erwachsene bestimmt sind. Dennoch sollte man sich bewusst sein, dass Pornos die sexuelle Entwicklung nicht ausschließlich positiv beeinflussen. Schließlich entspricht das, was man da in den Clips sieht, nur selten der Realität. Stattdessen wird geschminkt, geschnitten, bearbeitet und alles zig Mal wiederholt bis es am Ende passt.

Absolut illegal sind allerdings Inhalte, bei denen Minderjährige mitwirken und / oder Personen (egal welchen Alters) gegen ihren ausdrücklichen Willen zu sehen sind. Der Konsum solcher Inhalte wird ebenso wie das Bereitstellen zu Recht hart bestraft. Wer auf entsprechende Inhalte im Netz stößt, sollte diese umgehend der Polizei melden. Fast jedes Bundesland hat hier eine Internetwache, die ein entsprechendes Formular bereitstellt.

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Sandra

Auf Lena-und-Frank.de schreibt die freie Autorin, Online-Journalistin und begeisterte Köchin vor allem im Bereich Beauty, Liebe, Sexualität & Partnerschaft.
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