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Rauchen in der Schwangerschaft: die möglichen Folgen fürs Kind

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Rauchen in der Schwangerschaft: die möglichen Folgen fürs Kind

Neben dem Trinken von Alkohol und dem Konsum illegaler Drogen zählt das Rauchen in der Schwangerschaft zu den schlimmsten Dingen, die man seinem Kind antun kann. Die Folgen sind oft nicht abzuschätzen und steigen mit der Anzahl der konsumierten Zigaretten. Selbst geringe Mengen Nikotin und Kohlenmonoxid landen über die Nabelschnur im Kreislauf des Kindes, wo die Stoffe massiven Schaden anrichten können.

Rauchen in der Schwangerschaft: die unschönen Folgen fürs Baby

Von Beginn der Schwangerschaft an ist der Embryo im Mutterleib über die Nabelschnur mit dem Kreislauf der Mutter verbunden. Hierüber wird das Kind mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Das Problem: Nicht nur das gesunde, sondern auch das ungesunde Zeug landet im empfindlichen Körper des Ungeborenen.

Indem die Stoffe Nikotin und Kohlenmonoxid über die Plazenta in den Kreislauf des ungeborenen Kindes gelangen, verengen sie dessen Blutgefäße und verringern den Sauerstoffgehalt im Blut des Babys. Hierdurch ergeben sich unkalkulierbare Risiken, die nur mit einem kompletten Verzicht auf Zigaretten auszuschließen sind.

Mögliche Auswirkungen von Rauchen in der Schwangerschaft:

  • erhöhtes Risiko einer Fehl- und Totgeburt
  • Gefahr des plötzlichen Kindstodes
  • höhere Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt
  • unterdurchschnittliches Geburtsgewicht des Kindes
  • starke Anfälligkeit des Kindes für Allergien & Asthma
  • verstärktes Risiko für einen angeborenen Herzfehler

Rauchende Mütter: Studien offenbaren erschreckende Zahlen

Eine Studie der beiden Universitäten Mannheim und Heidelberg kam zu dem Ergebnis, dass jede 7. Frau während der Schwangerschaft raucht und ihr Kind damit (nicht immer bewusst) den oben genannten Risiken aussetzt. Obwohl viele der Frauen das Rauchen im Laufe der neun Monate aufgeben, bleiben noch immer 18 bis 25 % übrig, die bis zur Geburt rauchen.

Rauchende Schwangere bringen im Durchschnitt doppelt so häufig Kinder mit einer geistigen Behinderung zur Welt. Generell liegt der Intelligenzquotient von Kindern, deren Mütter während der Schwangerschaft geraucht haben, deutlich unter dem von Kindern mit nicht rauchenden Müttern. Untersuchungen amerikanischer Wissenschaftler konnten zeigen, dass der IQ des Nachwuchses umso niedriger lag, je mehr Zigaretten während der Schwangerschaft von der Mutter konsumiert wurden. Selbst wenn es nicht zu einem verminderten IQ kommt, treten Konzentrations- und Sprachstörungen ebenfalls rund doppelt so häufig beim Nachwuchs von rauchenden Müttern auf als bei “Nichtraucher-Kindern”.

Rauchen in der Frühschwangerschaft besonders gefährlich

Die entscheidende Phase der Schwangerschaft ist die Embryonalphase, die am 23. Tag beginnt, nachdem sich der Keim in die Ge­bär­mut­ter ein­ge­nis­tet hat. Bis zum Ende der 11. Schwangerschaftswoche und dem Ende dieser Phase entstehen die häufigsten Fehlbildungen bei Ungeborenen. Demnach ist das Rauchen besonders in diesem Stadium gefährlich. Weil eine Schwangerschaft jedoch nicht immer sofort bemerkt wird, hört man am besten spätestens bei bestehendem Kinderwunsch mit dem Rauchen auf.

Am besten noch vor der Schwangerschaft Nichtraucher werden

Um weder sich, noch das eigene Kind den Gefahren des Zigarettenkonsums auszusetzen, kann man sich verschiedener Raucherentwöhnungsprogramme bedienen. Besonders gute Erfolge scheinen Patienten (und Patientinnen) mit Therapien zu erzielen, in denen sie durch Hypnose rauchfrei werden. Denn hören Frauen bereits lange vor dem Beginn der Schwangerschaft auf, verbessern sich mit der Gesundheit der Mutter auch die Bedingungen für das Baby, einen guten Start ins Leben ermöglicht zu bekommen.

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