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Die größten Kaffee-Mythen im Check

Ernährung

Die größten Kaffee-Mythen im Check

Die größten Kaffee-Mythen im Check

Ohne ihre Tasse Kaffee nach dem Aufstehen kommen viele Menschen einfach nicht richtig in Schwung. Schließlich macht Kaffee wach und hält die Müdigkeit erst einmal auf Distanz. Auf der Arbeit folgen dann häufig noch ein oder zwei Tässchen. Die zahlreichen, schier verführerisch duftenden Sorten von Kaffee machen häufig Luft auf mehr. Doch weil auch viel Negatives über Kaffee erzählt wird und man deshalb schnell ein schlechtes Gefühl hat, wenn es gelegentlich eine Tasse mehr wird, möchten wir die größten Kaffee-Mythen in diesem Artikel mal genauer unter die Lupe nehmen.

Kaffee-Mythos #1: Kaffee ist ein Massenprodukt

Wagt man in der Geschichte einen großen Sprung in die Vergangenheit, stellt man fest, dass der Konsum von Kaffee einst purer Luxus war. Nur dem Adel und der oberen Wohlstandsgesellschaft war der Genuss gegönnt. Heutzutage gibt es in jedem Supermarkt eine Packung Jacobs Krönung Kaffeepulver mit 500 Gramm für knapp über 6 €. Immer noch Luxus, aber ein für die Masse erschwinglicher. Doch es gibt Ausnahmen, in denen Kaffee kein Massenprodukt darstellt: Beste Kaffeebohnen machen den sogenannten Kopi Luwak zu einem echten Luxuskaffee für Freunde des gehobenen Genusses. Von Schleichkatzen geschluckt, durchlaufen die Bohnen im Katzenmagen einen Prozess der Fermentierung, ehe sie ausgeschieden werden und wieder den Weg nach draußen finden. Das durch die Fermentierung entstandene Aroma rechtfertigt dann durchaus einen Preis von rund 35 € pro 100 Gramm. Fazit: Kaffee ist (auch heute) nicht immer nur ein Massenprodukt.

Kaffee-Mythos #2: Kaffee entwässert den Körper

Einer weit verbreiteter Kaffeemythos ist die falsche Behauptung, der Körper würde durch Kaffeekonsum entwässert. Zwar wirkt Kaffee harntreibend, jedoch verursacht er keinen gefährlichen Elektrolytverlust. Eine ernsthafte, vielleicht sogar lebensbedrohliche Dehydration ist somit nicht möglich. Auch das obligatorische Gläschen Wasser, das beim Besuch eines guten Kaffeehauses zusätzlich zur Kaffeespezialität gereicht wird, hat nichts mit einem etwaigen Schutz vor dem Dehydrieren zu tun: Das kleine Glas Wasser ist vielmehr den Geschmacksknospen auf der Zunge behilflich, das Aroma des Kaffees noch deutlicher zu spüren.

Kaffee-Mythos #3: Kein Kaffee während der Schwangerschaft

Zugegeben, in diesem Mythos steckt durchaus ein Stückchen Wahrheit. Das Problem beim Kaffeekonsum in der Schwangerschaft ist, dass das enthaltene Koffein über den Verdauungstrakt der werdenden Mutter in den Körper des Babys gelangt. Dem Baby fehlen jedoch die Enzyme, die für den Abbau des Koffeins notwendig sind. Zu welchen Konsequenzen dies führt, ist medizinisch nicht sicher nachgewiesen. Mögliche Folgen reichen von einer eventuellen Früh- oder Fehlgeburt über verringertes Körpergewicht bis hin zu Schlafstörungen in der Kindheit. Allerdings gibt es auch Entwarnung: Kaffee in geringen Mengen schadet dem Baby ganz sicher nicht! Bis zu drei (kleine) Tassen Kaffee täglich sind in der Schwangerschaft erlaubt.

Kaffee-Mythos #4: Kaffee macht Sportler fit und hilft beim Abnehmen

Diese beiden Kaffeemythen lassen sich nahezu ohne Einwände bestätigen. Kaffee hilft bei der Freisetzung der im Körper gespeicherten Fettsäuren und der Glykose. Kombiniert mit Sport sorgt dies für eine verbesserte Verbrennung überschüssiger Kalorien und vereinfacht somit das Abnehmen. Nimmt man den Kaffee eine halbe Stunde vor dem Sport ein, profitiert man von weiteren Effekten: Zum einen weitet er die Atemwege und zum anderen sorgt er für eine verbesserte Durchblutung. Alles in allem bekommen die Muskeln durch Kaffee also mehr Sauerstoff und Nährstoffe, was zu einer erhöhten Leistungsfähigkeit führt.

Kaffee-Mythos #5: Kaffee fördert die Potenz und hilft beim Verführen

Früher hieß es, Kaffee schade der Potenz. Heutzutage machen Geschichten um die verführerische Wirkung von Kaffee die Runde, der die Potenz sogar fördern soll. Also was ist denn nun richtig? Zu Wissenschaftlich zu einhundert Prozent erwiesen ist nichts. Allerdings könnte sich eine verbesserte Potenz auf die allgemein bessere Durchblutung zurückführen lassen. Ganz nebenbei hat das Trinken von Kaffee einen sozialen Aspekt. Bei einem Tässchen Kaffee knüpft oder verstärkt man neue Kontakte und überwindet Barrieren. Mit ein wenig Phantasie könnte man also auch von einer verführerischen Wirkung sprechen. Von einem stets wirksamen Potenz- und Verführungsmittel kann beim Kaffee allerdings nicht die Rede sein. Fazit: nur ein Mythos!

Fazit

Beim Check der beliebtesten Kaffee-Mythen zeigt sich vor allem eines: Gerade an den negativen Mythen ist meist nicht viel dran. Schwangere müssen weder auf den Morgenkaffee verzichten, noch schadet Kaffee der Potenz. Auch ein lebensgefährlicher Wasserverlust durch Dehydration ist nicht möglich. Trotzdem gilt: Übertreiben sollte man es mit dem Kaffee trotzdem nicht. Statt literweise günstige Massenware in sich reinzuschütten, hat man vom Genuss von drei bis vier unbedenklichen Tassen eines hochwertige Produkts pro Tag viel mehr.

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