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Lena & Frank

Das erste Mal anal: Analsex Vorbereitung & Tipps

Ratgeber

Das erste Mal anal: Analsex Vorbereitung & Tipps

Analverkehr (Analsex, Analkoitus oder auch Coitus per anum) wird nicht etwa nur bei homosexuellen männlichen Paaren praktiziert. Auch bei Hetero-Paaren erfreut sich Analsex immer größerer Beliebtheit. Das liegt vor allem daran, dass man heute offener über seine Wünsche und Fantasien sprechen kann und Analverkehr (auch “griechische Erotik” genannt) damit längst kein Tabuthema mehr ist. Bei uns erfährst Du, welche Ängste unbegründet sind und wie Du Dich optimal auf Dein erstes Mal anal vorbereitest. 

Analverkehr: neue errogene Zonen entdecken

Rund um den äußeren Schließmuskel befinden sich zahlreiche Nervenenden. Der Anus ist deshalb für viele eine sehr empfindsame, ja sogar erogene Zone. Laut einer Studie der Indiana University kommen sogar mehr Frauen beim Analsex zur Orgasmus (94 Prozent) als beim vaginalen Geschlechtsverkehr (nur 65 Prozent).

Männer lieben die Enge beim aktiven Analverkehr, beim passiven Analsex steht die Stimulation der mänlichen Prostata im Vordergrund. Empfängt die Frau, wird häufig der G-Punkt mit stimuliert. Auch aktiver Analsex mit einem Strap-on-Dildo ist für Frauen in vielen Fällen reizvoll.  

Es lohnt sich also, Neuland zu entdecken und das Thema tabulos anzugehen. Doch wie bei jeder Entdeckungsreise spürt man vor dem Beginn erhöhte Anspannung. Schließlich weiß man nicht so genau, was einen erwartet. 

Keine Angst vor Schmerzen

Das erste Mal (passiv) kann tatsächlich leichte Schmerzen verursachen. Durch die sorgfältige und richtige Vorbereitung werden die Schmerzen jedoch so reduziert, dass der Spaß sofort im Vordergrund steht. Insbesondere die Anspannung kann zu einer verkrampften Anal-Muskulatur führen. Die goldene Regel lautet also: locker bleiben und genießen. Zusätzlich kannst Du die Muskulatur durch einen Butt-Plug (Analplug) „trainieren”.

Wusstest Du, dass Schmerz- und Lustzentrum im Gehirn nah beieinander liegen und viele Menschen leichte Schmerzen deshalb als besonders lustvoll und erregend empfinden?

Anal Prep: Vorbereitung auf den Analverkehr

Mit der richtigen Vorbereitung brauchst Du keine Angst haben und kannst die “Expedition” stattdessen voll und ganz genießen – vor allem, wenn Du Deinem Partner bzw. Deiner Partnerin vertraust. Unser Tipp: Sprich unbedingt mit ihm oder ihr über Deine Ängste und Wünsche. Auch ein Stoppwort kann Sinn machen.

Schritt 1: auf Toilette gehen

Der letzte, etwa 20 cm lange Abschnitt des Darms (Enddarm), ist für gewöhnlich frei von Fäkalien. Denn erst kurz vor der Entleerung (dem Stuhlgang) gelangt der Kot hierhin.

Wenn Du nicht auf Toilette musst, kannst Du Dir also mehr oder weniger sicher sein, dass der Enddarm “sauber” ist. Trotzdem: Auf’s Klo gehen vor dem Analverkehr ist immer eine gute Idee. Und sei es nur, um sich sicher zu fühlen. 

Schritt 2: Duschen

Duschen ist natürlich Pflicht vor dem Analverkehr. Der Po lässt sich zum Beispiel super mit der Handbrause reinigen. Auch eine spezielle Analdusche kann helfen, den Enddarm noch einmal gründlich mit Wasser durchzuspülen. 

Schritt 3: Schließmuskel dehnen

Ab jetzt können Partner oder Partnerin mit einbezogen werden. Denn die enge Analrosette sollte vor dem Verkehr unbedingt mit den Fingern oder einem speziellen Analtoy vorgedehnt werden. Die Penetration ist nicht notwendig – ein liebevolles Massieren des Anus reicht. 

Schritt 4: Gleitgel auftragen

Ohne Gleitgel geht beim Hintertürchen nichts. Während die Vagina der Frau bei Erregung feucht wird und damit sozusagen ein eigenes Gleitgel produziert, erleichtert ein gutes Produkt das Eindringen in den After beim Analverkehr.

Analverkehr: die beliebtesten Stellungen

Die Klassiker-Stellungen beim Analsex sind die Reiterstellung, die A-tergo-Stellung (von hinten) und die Löffelchenstellung. Letztere ist besonders gut fürs erste Mal geeignet, weil die Muskeln hier weniger angespannt sind. 

Was bedeutet Pegging?

Beim Pegging übernimmt die Frau den aktiven Part. Mit einem Strap-on Dildo wird dabei der Anus des Mannes penetriert. 

Analsex: erhöhte Infektions- und Verletzungsgefahr?

Beim Analverkehr gilt wie bei anderen Sexualpraktiken: im Idealfall immer mit Kondom! Das verringert das Risiko, sich mit einer sexuell übertragbaren Erkrankung wie HIV, Hepatitis B oder Hepatitis C anzustecken. Tipp: Gummis mit einer hohen Elastizität und dicken Wandstärke verwenden! Wenn ihr zwischen anal und vaginal wechselt, solltet ihr das Kondom aus Hygienegründen wechseln.

Die schon erwähnte Verwendung von Gleitgel reduziert zudem das Risiko für Mikroverletzungen wie Analfissuren. Damit senkt man auch das Risiko für eine Ansteckung mit Humanen Papillomviren (HPV).

Im antiken Griechenland galten Partnerschaften zwischen Männern als “edel” und “rein”. Der Begriff “griechische Erotik” oder “griechischer Sex” basiert somit auf der Tatsache, dass männliche Partner in der Regel analen Geschlechtsverkehr hatten und haben.

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