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Karneval weltweit – so feiern andere Länder

Kultur

Karneval weltweit – so feiern andere Länder

Karneval weltweit – so feiern andere Länder

Nicht mehr lang und es heißt wieder: “Die Jecken sind los!” Die deutschen Karnevalshochburgen sind vor allem die Städte Köln und Mainz. Am Rhein tönt es während der 5- Jahreszeit “Allaf!” – am Main stattdessen “Helau!”. Helau kommt übrigens vom alten Adverb “hellauf” (z.B. hellauf begeistert sein), was so viel bedeutet wie hell auflachen. Das “f” fiel im Laufe der Zeit ganz einfach weg.

Den rheinischen Ausruf “Alaaf” kann man bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen. „Allaf fur einen goden druinck“ steht auf einem Krug aus dieser Zeit. In einem Schriftstück aus dem Jahr 1635 – dem 17. Jahrhundert – geht es um „dat Al-aff cölnisch land“. Man könnte die Frühform des Ausrufes mit  „vor allem“ übersetzen. Im Neudeutschen und nach Hoffmann von Fallersleben hat der Begriff „Kölle alaaf“ dann die Bedeutung: „Köln über alles“.

Aber wie feiert man in den anderen Ländern unserer Erde? Karneval in Rio, das Mardi Gras Festival in den USA und Co. In diesem Beitrag möchte ich dir einen kleinen Überblick über die Narren weltweit geben.

Karneval in Rio

An Karneval in Rio dreht sich alles um Samba. Die wohl bedeutendste Karnevals Städte ist das Sambodromo in Rio. Das längs gebaute Stadion wurde 1984 eröffnet und ist seither Schauplatz des riesigen Samba Spektakels zu Karneval. Beim Karneval in Rio tritt die zahlreichen Sambaschulen der Stadt gegeneinander an. in Brasilien nimmt man diese Schulen Escolas de Samba. Die verschiedenen Sambaschulen haben eigene Fanfarben und sind sogar in verschiedene Ligen aufgeteilt. Wie beim Fußball. Die Schulen der obersten Liga, der Grupo Especial, haben ihren großen Auftritt zwischen Karnevalssonntag und Kanvalsdienstag. Ein riesiges Sepktakel, dass man ruhig mal miterleben sollte.

Jedes der Teams bekommt 82 Minuten. So lange dauert der Marsch durch das Sambódromo in Rio de Janeiro. Der “Lauf” muss perfekt getaktet sein, denn jede Minute, die der Sambazug mehr braucht, wird vom Punktekonto der Schule abgezogen. Dauer der Durchmarsch weniger als 65 Minuten gibt es ebenfalls Abzüge. Bewertet werden außerdem anderem auch die „fantasias“ – die bunten Kostüme der Sambatänzerinnen.Vor allem steht aber der Gesamteinruck der Samba Show im Vordergrund.

Mardi Gras Festivals in den USA

Das Mardi Gras Festival in den Vereinigten Staaten ist ohne Zweifel eines der berühmtesten Karnevalsfeste weltweit. Der Begriff “Mardi Gras” bedeutet so viel wie “fetter Dienstag”. Eine Bezeichnung, die aus dem französischen stammt, hat einen religiösen Hintergrund. Bevor die 40 tägige Fastenzeit startete was es üblich noch einmal so richtig deftige, fette Speisen zu verzehren. Der “fette Dienstag” schloss die „Woche der sieben fetten Tage“ ab. Mittlerweile wird der Begriff allerdings auch für Feste an anderen tagen der Faschingszeit verwendet. Vor allem die Stadt New Orleans ist für die riesigen Umzüge bekannt, bei denen bunte Perlenketten aus Plastik oder Münzen von den Umzugswagen in die Mengen geworfen werden.

Der berühmte Karneval in Venedig

Ausgehend von italienischen Fürstenhöfen entwickelten sich seit dem Spätmittelalter immer prunkvollere und aufwändigere Formen des Karnevals. So auch in Venedig. Weltweit bekannt sind die schön verzierten venezianischen Masken, die man dort zu den Feierlichkeiten des  Fest von Epiphania trägt. Heute kennt man Masken, die das gesamte Gesicht verhüllen. Früher war es jedoch üblich nur die Hälfte des Gesichtes, mit so genannten Halbmasken zu verdecken. Ein Schelm wer dabei denkt, dass die Maskierung nur davor schützen soll, beim Fremdküssen oder gar mehr entdeckt zu werden.

Kuriose Karnevalsbräuche aus aller Welt

Allein schon bei den oben genannten Bespielen, wird einem bewusst, wie unterschiedlich doch der gleiche Hintergrund, in Form von ganz unterschiedlichen Bräuchen und Traditionen gefeiert wird.

Aber richtig “abgefahren” wird es z.B. in Trinidad und Tobago. Hier tanzen die Einwohner am Rosenmontag erotische Tänze (wobei das auch in Deutschland hier und dort an Karneval der Fall sein soll), trinken massenhaft Rum (in Deutschland dann eher Kölsch) und bamelen sich gegenseitig mit Schokolade, Schlamm und Öl (das gibt’s nun wirklich nicht in Deutschland). Die Einwohner des Landes nennen die Fest übrigens “The Greatest Show on Earth”. Da wird wohl ein wenig was dran sein, wenn man sich die Bräuche so vor Augen führt. Vor allem für die unbeteiligten Zuschauer.

Karneval 2017: Die Termine

  • Weiberfastnacht Do. 23. Februar
  • Rosenmontag   Mo.  27. Februar
  • Veilchendienstag Di. 28. Februar
  • Aschermittwoch Mi. 01. März

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